Gegenwind im Reichswald

Windkraft am Klever Reichswald 

An der Engelsstraße befindet sich die 2015 im FNP-Entwurf als P3 bezeichnete und auch in der Fassung von 2020 dargestellte Konzentrationszone für den Windkraftausbau: Direkt am Waldrand und in einem europäischen Greifvogel-Dichtezentrum. Obwohl sich wegen der hohen Konfliktträchtigkeit unter anderem B90/ die Grünen im Regionalrat dagegen ausgesprochen hatten, ist die Fläche auch im Regionalplan als Windenergiebereich dargestellt. 

Hier wurden nun zwei Groß-Windkraftanlagen beantragt. Noch bis zum 7. Juni 2022 haben Sie die Möglichkeit, Einwendungen gegen das Vorhaben bei der Kreisverwaltung Kleve als Genehmigungsbehörde zu erheben.  

Der Investor hat für jede der beiden Anlagen eine eigene Firma gegründet:

NATURWERK Kraftwerk Kleve II GmbH, WKA 1 
NATURWERK Kraftwerk Kleve I GmbH, WKA 2 

Für den Reichwald wäre der Bau von Anlagen an dieser Stelle ähnlich problematisch wie der Windkraftausbau mitten im Wald. Denn abgesehen von der Tatsache, dass keine Bäume gerodet zu werden brauchen, sind die Beeinträchtigungen fast dieselben. Hinzu kommt die Tatsache, dass eine Vorbelastung durch den Betrieb zweier Windkraftanlagen die Genehmigung weiterer Anlagen - dann unter Umständen im Wald - wahrscheinlicher machen würde. 

Auch die 2018 im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans erstellte Artenschutzprüfung belegt, dass Windkraftanlagen an diesem Standort keinen naturverträglichen Strom produzieren können. So wurden hier 13 besonders geschützte und acht sogar streng geschützte planungsrelevante Vogelarten sowie acht streng geschützte Fledermausarten nachgewiesen.  

Vom Bau von Windkraftanlagen an der Engelsstraße würde weder die Umwelt noch die Natur profitieren. Hier profitieren neben dem Projektentwickler vor allem die privaten Flächeneigentümer. Und vielleicht verschaffen die Anlagen Vertretern der Stadt Kleve etwas Luft. Weil sie der Meinung sind, dann behaupten zu können, die Stadt hätte "etwas für den Klimaschutz getan".

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Im Idealfall formulieren Sie Ihre Eingabe bitte selbst. Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, haben wir jedoch auch eine Formulierungshilfe erstellt. Sie können diese zur Sammlung von Informationen für ein ganz eigenes Schreiben oder Passagen als Textbausteine nutzen. Falls Ihnen die Zeit fürs Verfassen eines eigenen Textes fehlt, darf die Hilfe auch als Formular verwendet werden. Kreuzen Sie dafür die Argumente an, die Sie teilen und ergänzen ggf. weitere Gründe, die Ihrer Meinung nach gegen das Vorhaben sprechen. Dann tragen Sie Ihren Namen sowie das Datum und die Adressaten ein und unterschreiben das Formular. Wichtig sowohl für eigene Schreiben als auch Formulare und alles dazwischen: Gemäß Bekanntmachungstext berücksichtigt die Kreisverwaltung Kleve ausschließlich per Post eingegangene Stellungnahmen! Mehr erfahren...

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P3 (17,3 ha)